Jungen, Junge – welch ein Abend! Das Wortspiel mag nicht neu sein, beschreibt aber das, was die Besucher beim Auftritt der Brüder Wolfram und Gernot Bohnenberger (JUNGE JUNGE!) in der KulturScheune Herborn erlebte, sehr zielsicher.
„Glücksmomente“ nennen die beiden Pfarrerssöhne, die seit über 30 Jahren die Bühnen dieser Welt bespielen, ihr Programm und dabei fesseln sie mit schauspielerischem Talent und raffinierter Zauberkunst ihr Publikum.
‚Weltmeister der allgemeinen Magie‘ waren sie einst, mit einer Nummer, bei der Gernot seinem Bruder einfach mal den Kopf „entwendet“. Der „English Man in New York“ war so erfolgreich, dass David Copperfield den Trick nachmachen wollte, aber grandios scheiterte. Dessen Enzwicklung kostete die beiden Reutlinger übrigens das Vermögen eines Kleinwagens.
Der Abend in Herborn ist magisch, man muss zuhören und genau hinsehen – um sich dann doch wieder die unvermeidliche Frage zu stellen: „Wir machen die das?“ Beispielsweise, wenn eine zunächst zerteilte Tafel Schokolade plötzlich wie durch Geisterhand wieder zusammengefügt ist. Wenn „der Denker“, ein mechanisches Kopfgestell, auf wundersame Weise die zuvor durch Zufall ermittelte Spielkarte ausspuckt. Oder wenn ein Stuhl, der in einer Box verschwindet, plötzlich ein Eigenleben erhält, sich dreht und am Ende sogar drei Stühle dabei herauskommen.
Fingerfertigkeit, dramatische Musik und ganz viel gute Laune. Das Publikum staunt, schmunzelt und lacht – die lockere sympathische Art von „Junge Junge!“ schafft von der ersten bis zur letzten Minute eine lebendige Interaktion mit den staunenden Menschen vor der Bühne.
Die Szenen wechseln in flottem Tempo. Zaubereien mit Luftballon und Perspektiven folgt die Magie mit einer Glühbirne, die nur durch die mentale Kraft einer Publikumskandidatin zum Leuchten gebracht wird. Großes Staunen im Saal, als bei einem Publikumsexperiment erstaunlicherweise alle Besucher dasselbe Sternzeichen ausgewählt haben. Und wenn am Ende das „Haus des Lebens“ entsteht, dann fragt man sich erneut: „Warum?“ Warum passt ein Rahmen immer noch genau auf augenscheinlich mehr Einzelteile als zuvor?
Egal. Denn eigentlich will man es ja auch gar nicht wissen, sondern einfach zwei unbeschwerte Stunden im Theater verbringen und sich dabei verblüffen lassen. Und das gelingt Gernot und Wolfram Bohnenberger vortrefflich – auch bei der Zugabe, als sie dem Publikum beim gemeinsamen „Finger-Verwurschteln“ noch eine ganz eigene Denksportaufgabe mit nach Hause gaben.
Jungen, Junge – welch ein Abend! Das Wortspiel mag nicht neu sein, beschreibt aber das, was die Besucher beim Auftritt der Brüder Wolfram und Gernot Bohnenberger (JUNGE JUNGE!) in der KulturScheune Herborn erlebte, sehr zielsicher.
„Glücksmomente“ nennen die beiden Pfarrerssöhne, die seit über 30 Jahren die Bühnen dieser Welt bespielen, ihr Programm und dabei fesseln sie mit schauspielerischem Talent und raffinierter Zauberkunst ihr Publikum.
‚Weltmeister der allgemeinen Magie‘ waren sie einst, mit einer Nummer, bei der Gernot seinem Bruder einfach mal den Kopf „entwendet“. Der „English Man in New York“ war so erfolgreich, dass David Copperfield den Trick nachmachen wollte, aber grandios scheiterte. Dessen Enzwicklung kostete die beiden Reutlinger übrigens das Vermögen eines Kleinwagens.
Der Abend in Herborn ist magisch, man muss zuhören und genau hinsehen – um sich dann doch wieder die unvermeidliche Frage zu stellen: „Wir machen die das?“ Beispielsweise, wenn eine zunächst zerteilte Tafel Schokolade plötzlich wie durch Geisterhand wieder zusammengefügt ist. Wenn „der Denker“, ein mechanisches Kopfgestell, auf wundersame Weise die zuvor durch Zufall ermittelte Spielkarte ausspuckt. Oder wenn ein Stuhl, der in einer Box verschwindet, plötzlich ein Eigenleben erhält, sich dreht und am Ende sogar drei Stühle dabei herauskommen.
Fingerfertigkeit, dramatische Musik und ganz viel gute Laune. Das Publikum staunt, schmunzelt und lacht – die lockere sympathische Art von „Junge Junge!“ schafft von der ersten bis zur letzten Minute eine lebendige Interaktion mit den staunenden Menschen vor der Bühne.
Die Szenen wechseln in flottem Tempo. Zaubereien mit Luftballon und Perspektiven folgt die Magie mit einer Glühbirne, die nur durch die mentale Kraft einer Publikumskandidatin zum Leuchten gebracht wird. Großes Staunen im Saal, als bei einem Publikumsexperiment erstaunlicherweise alle Besucher dasselbe Sternzeichen ausgewählt haben. Und wenn am Ende das „Haus des Lebens“ entsteht, dann fragt man sich erneut: „Warum?“ Warum passt ein Rahmen immer noch genau auf augenscheinlich mehr Einzelteile als zuvor?
Egal. Denn eigentlich will man es ja auch gar nicht wissen, sondern einfach zwei unbeschwerte Stunden im Theater verbringen und sich dabei verblüffen lassen. Und das gelingt Gernot und Wolfram Bohnenberger vortrefflich – auch bei der Zugabe, als sie dem Publikum beim gemeinsamen „Finger-Verwurschteln“ noch eine ganz eigene Denksportaufgabe mit nach Hause gaben.


Gert Fabritius
Helmut Blecher
Gert Fabritius ist freier Fotograf und Mitglied unseres Vereins. Der Driedorfer hat seit einigen Jahren die Foto-Dokumentation all unserer Veranstaltungen in der Kulturscheune übernommen und in dieser Zeit mehrere zehntausend Fotos zusammengetragen.
Helmut Blecher ist freier Autor und Fotograf. Der Dillenburger berichtet seit Jahren über das kulturelle Geschehen vornehmlich an Lahn und Dill und hat bereits Auftrittskritiken für zahlreiche Künstler in der KuSch geschrieben.




