035 PanFZ1000 101047 840

"Unsere prächtigen Bauten behandeln wir besser als die, die sie erbauten", rief Leah Weigand ins Publikum. Die Poetry-Slammerin hatte sich eines der brennenden Probleme unserer Zeit angenommen: der Altenpflege.

Am Ende holte sie den Sieg beim 18. "Scheunen-Slam" in der Herborner "KulturScheune". Vor der unterhaltsamen Auseinandersetzung mit dem ernsten Problem hatte die aus sieben Besuchern spontan zusammengesetzte Jury sie und ihre Konkurrentin Katharina Wenty ins Finale gewählt.

Der Herborner Slammer Sascha Kirchhoff und der Kölner Moderator Tristan Kunkel führten gewohnt kurzweilig durch das Programm, das dem Thema "Inklusion" gewidmet war. Sechs Slammer stellten sich Jury und Publikum. Den Auftakt machte außer Konkurrenz Kai Bosch: Der Stuttgarter ist behindert und sprach über "Die Stimme der Behinderung ist immer noch zu leise". Ein zweites Mal trat er nach der Pause auf.
Mit Jakob Kielgaß aus Marburg und seinem hintersinnigen Text über die Sisyphos- Sage begann es komisch. Dafür gab es ebenso 37 Punkte von der Jury wie für Malte Küppers aus Duisburg für seine künstlerischen Einblicke in seinen Alltag als Sozialarbeiter: "Es fällt uns leicht, über die zu lachen, die bei der Bildungslotterie nicht dieselben Chancen hatten wie wir."
Katharina Wenty nahm sich der noch immer nicht verwirklichten Gleichberechtigung der Frau an. In Indien fand sie eine Welt, in der "eine Frau gar nichts wert ist, nicht einmal ihr eigenes Leben". Für ihren Vortrag, bei dem den Zuhörern manchmal das Lachen im Hals stecken blieb, erhielt die Wienerin 48 Zähler.
"Konsti", ein Slammer aus Wiesbaden, stellte seine eigene Behinderung ins Zentrum der Betrachtung. Mit 40 Punkten honorierte die Jury den anrührenden Beitrag. Leah Weigand aus Marburg begeisterte mit ihrem unterhaltsamen Beitrag über Blindheit und erreichte eine 43.

Jan Schmidt aus Bochum zeigte in deftigen Worten, wie Inklusion nicht funktioniert, und erhielt 39 Zähler. Als Überraschungsgast trat eine Künstlerin auf, die bei der Lebenshilfe arbeitet und in der "Schreibwerkstatt" mitmacht: Ilonka Weigel ist auch in der am Sonntag eröffneten Ausstellung der Lebenshilfe mit eigenen Texten vertreten.

Im Finale entschied das Publikum mittels Applauslautstärke. Dabei setzte sich Leah Weigand mit ihrer Betrachtung über die Altenpflege gegen Katharina Wenty durch. Die Siegerin spendete den Geldanteil ihres Preises der Lebenshilfe, die bei diesem 18. "Scheunen-Slam" als Mitveranstalter auftrat.
(Text: kjf/Fotos: Gert Fabritus)

 

kbl2014

Dauerkarte Deutsche Kabarettmeisterschaft
Sie können Ihre Dauerkarte auch nach Beginn der Kabarettmeisterschaft kaufen.
Das Ticketsystem stellt Ihnen die verfügbaren Tickets zusammen und berechnet Ihren Preis.

Ticket 1. SpieltagTicket 2. SpieltagTicket 3. SpieltagTicket 4. SpieltagTicket 5. SpieltagTicket 6. SpieltagTicket 7. Spieltag

KuSch TV

Auf diesem YouTube-Kanal berichten wir über Künstler, die auf unserer Kleinkunstbühne in Herborn auftreten.

Schlumpe­weck

Die KulturScheune Herborn lädt in Verbindung mit dem Stadtmarketing, der Sparkasse Dillenburg, der Firma Rittal sowie der Friedhelm-Loh-Group zur Teilnahme am Wettbewerb um den Herborner Klein­kunstpreis "Schlumpeweck" ein.

KulturScheune Herborn - Herborner Heimatspiele e.V.      Austraße 87     35745 Herborn