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Knappe Entscheidung am Donnerstag beim vierten Spieltag der Deutschen Kabarettmeisterschaft in der Herborner „KulturScheune“: 

Nachdem die Akteure jeweils eine Halbzeit bestritten hatten, gewann am Ende das Duo „byebye“ mit zwei Prozent Vorsprung vor Standup-Komikerin Jacqueline Feldmann.

Einfach mal zwischendrin ein paar Witze machen

Von Schach und Basketball bis hin zu Darts: Dem Publi- kum fiel es nicht schwer, die Pantomime-Darstellungen von Spielleiter Theo Vagedes zu Beginn des Abends zu erraten. Dann startete die Zwei-Mann-Band „byebye“ in den Wettkampf: Die beiden jungen Lehrer Tim Ludwig und Oliver Haas aus Leipzig spielen bei- de Gitarre, Haas hin und wieder auch auf einen imaginären Kontrabass.

Sie sangen zweistimmig und wackelten munter mit dem Po: Es war schwer, bei dem Auftritt ein lautes Lachen zurückzuhalten. „Wir machen ja eigentlich Musik, aber damit Ihr das Gefühl habt, es handele sich um Kabarett, machen wir einfach zwischendrin ein paar Witze“, sagte Haas. Auf Vagedes‘ ermunternde Worte hin, dass auch in der Kabarett- Bundesliga jemand verlieren müsse, hätten sie folgerichtig direkt zugesagt.

Wie der Auftritt des Duos zeigte, handelte es sich eindeutig um einen Scherz, denn nicht nur ihre deutschsprachigen Lieder wie „Leinen los“ oder „Cabrio im Regen“ sorgten mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik sowie authentischer Stimm-Imitation von verschiedenen Instrumenten für viel Applaus. Die unbefangene Art der beiden Künstler, die dabei auch stets das Publikum einbanden, sorgte für Stimmung und viele Lacher. Etwa als Haas das erste Rap-Stück ankündigte: „Dafür ha- ben wir extra unser Selbstbewusstsein mitgebracht“ sagte er und zeigte auf einen kleinen Koffer auf der Bühne.

Für die zweiten 45 Minuten stand dort Jaqueline Feldmann. Die Künstlerin aus Lüdenscheid im Sauerland freute sich sehr darüber, dass auch Gleichaltrige im Publikum waren. Auf einer Kreuzfahrt habe sie einmal erlebt, dass bei der Frage nach 24 Jährigen der ganze Raum geklatscht habe. Beim Anblick zahlreicher Rentner fiel ihr schließlich auf, dass diese vermutlich „Jahrgang 24“ verstanden haben müssen.

Mit solchen Anekdoten aus ihrem Leben, meistens in Be- zug auf das Erwachsenwerden, punktete sie bei den Zuschauern. Besonders ihre große Publikumsnähe, indem sie vorher aufgeschnappte Namen und Orte in ihre Ge- schichten einbaute, sorgte für lautes Gelächter.

Sie gab jedoch zu, dass das Glück bei solchen Kabarett- Wettkämpfen bislang noch nicht auf ihrer Seite war: „Ich bin der Menderes der Comedy-Wettbewerbe. Ich habe noch nie gewonnen, aber komme immer wieder!“

Am Ende der Show war schließlich die Jury gefragt: Mit zehn zu vergebenden Punkten durfte jeder Zuschau- er einen Stimmzettel ausfüllen. Während der Auswertung verabschiedeten sich die Künstler mit einer kleinen Zugabe und kamen für die Er- gebnisbekanntgabe gemein- sam auf die Bühne.

Mit zwei Prozent Vorsprung konnte die ostdeutsche Band „byebye“ die Runde für sich entscheiden. Als „Balsam für die Seele“ beschrieb „bye- bye“-Mitglied Oliver Haas den kleinen Gewinn. Die beiden Musiker freuten sich sehr über ihren Erfolg und lobten die Kabarett-Bundesliga als ein schönes Podium für Künstler.

(Fotos: Gert Fabritius)

 

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