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Diese Frau ist einfach etwas Besonderes: Nessi Tausendschön, selbsternannte gebieterische Torwächterin des Paradieses und Göttin des gerechten Zorns, hat jetzt in der KuSch ihre Spuren hinterlassen.

„Knietief im Paradies“ legte sie in Herborn, begleitet von ihrem kongenialen musikalischen Partner, dem Gitarristen William Mackenzie, die Zutaten Musik, Politik und Zeitgeist, Tanz und Theater übereinander, um so daraus ihre ganz eigene Form der Kleinkunst zu generieren.

Die – nach eigener Darstellung - „hysterische Schabracke mit dem üblichen kabarettistischen Gebrabbel“ beschäftigte sich in ihrem Programm mit den verschiedensten Formen des Paradieses. Das ist definitiv nicht geöffnet für alle die, denen die Fülle nicht voll genug und der Genuss nicht ewig genug sind. Hinein dürfen die Liebeshungrigen und gefallenen Engel, diejenigen, für die die Sackgassen, Engpässe und Fehlschläge des Lebens und der Liebe tägliches Brot sind.

Egal ob Männer- oder Shoppingparadies sowie – als Kunstfigur Gabi Pawelka im Auftrag des Lustbarkeitsglücks unterwegs – am Ende macht alles nicht glücklich.

Es ist dabei die ganz eigene Mischung der Künstlerin aus Humor und Melancholie, aus Musik und Augenzwinkern, die Nessi ausmacht. Bisweilen völlig ernsthafte und pointenfreie Texte, in denen die Botschaft wichtiger als die Verpackung waren, wechselten sich mit musikalischen Darbietungen ab, die zum Feineren gehörten, was in den letzten Monaten in der KuSch zu hören war.

Begleitet von Omnichord oder singender Säge, vom faszinierenden Theremin (ohne den Einsatz der Hände) oder einfach der guten alten Gitarre – Nessi Tausendschön besang in bisweilen hitverdächtig poppigen Melodien das hohe Lied von den Wahrheiten des Lebens, die auch im Hip-Hop-Sound bedeuten können, dass „50 das neue 30 ist“.

Und die Gunst des Augenblicks gilt es immer zu nutzen, denn: „Statt auf den Traumprinzen zu warten, lohnt es sich mit dem Frosch von nebenan einen durchzuziehen.“

(Fotos: Gert Fabritius)

 

 

 

 
Autor
Jörg Michael Simmer

jms2016

Jörg Michael Simmer ist seit 2001 Vorsitzender des Vereins "Herborner Heimatspiele e.V.", dem er seit seiner Gründung 1990 angehört. Er ist für die Programmzusammenstellung in der Kulturscheune verantwortlich und seit 1984 aktiver Schauspieler.
 

 

 

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