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Man nehme: Zwei aus dem Fernsehen bekannte gute Freunde, die beide  schlagfertig sind und über ein gesundes (Halb-)Wissen verfügen. Dazu setze man ihnen spontane Fragen vor – fertig ist ein Bühnenprogramm.

Genau das machen Wigald Boning und Bernhard Hoëcker in ihrem „Programm“ mit dem schönen Titel „Gute Frage“. Denn dort bestimmt das Publikum indirekt den Verlauf des Abends. So auch in der KuSch, als die Zuschauer vor dem Auftritt des Duos witzige, originelle und kuriose Fragen auf die eigens mitgebrachten Karten geschrieben und in einen bereit stehendes Sammel-Gefäß geworfen hatten. Aus diesem bedienten sich die beiden Komiker den ganzen Abend, sehr zur Freude des Publikums.

Boning war wie immer eins – gut angezogen. In Frack, kurzen Hosen und Kniestrümpfen überzeugte er bei seiner Herborn-Premiere an der Seite des agilen Hoëcker, beide spielten sich die Bälle gekonnt zu. Ohne Script, ohne Redepause, dafür aber immer originell und authentisch mussten die beiden Schlauberger sich Fragen wie „Kann man im Schaltjahr Automatik fahren“ widmen oder klären ob der Königssee eigentlich seine Echos zurückgegeben hat.

Die Antworten, im Moment geboren, waren äußerst unterhaltsam und teilweise auch lehrreich. Ohne Konzept, aber immer mit Sinn und Verstand, klärten Bernhard Hoëcker und Wigald Boning, ob die Mondlandung wirklich echt war, wie und wann der Applaus erfunden wurde (natürlich durch den Steinzeitmensch mit dem rhythmischen Mückenklatschen vor seiner Höhle, wodurch auch gleich noch der Rock’n’Roll entstand) oder ob es nicht im Rahmen der Gleichstellung auch eine „Wasserhenne“ geben müsste.

Boning wäre gerne eine Frau, Hoëcker würde sich mit 85 Jahren vielleicht umoperieren lassen. Warum? Egal, denn den beiden eloquenten Quasselstrippen war keine Wissenslücke zu groß und kein Unfug zu flach, um sich nicht doch mit höchstem Unterhaltungswert in Szene zu setzen.
(Fotos: Gert Fabritius)

 

 

 
Autor
Jörg Michael Simmer

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Jörg Michael Simmer ist seit 2001 Vorsitzender des Vereins "Herborner Heimatspiele e.V.", dem er seit seiner Gründung 1990 angehört. Er ist für die Programmzusammenstellung in der Kulturscheune verantwortlich und seit 1984 aktiver Schauspieler.
 

 

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