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Andy Ost hat eine Serie beendet: Nachdem zuletzt gleich fünfmal ein aktueller Tabellenführer der Kabarettbundesliga in der Kulturscheune nicht gewinnen konnte, gelang dies dem Stockstädter problemlos.

Im Duell mit Nora Boeckler setzte sich der Musikkabarettist, Comedian und bekennende Karnevalist klar mit 65,5 Prozent der Zuschauerstimmen durch. Und das, obwohl seine Kontrahentin an diesem Abend keineswegs enttäuschte, der vom Butzbacher Martin Guth wie immer unaufgeregt und charmant moderiert wurde.

Ost, bereits zweimal im Duett mit Johannes Scherer in der KuSch zu Gast gewesen, hatte von Beginn an das Publikum auf seiner Seite. Mit Geschichten aus seinem Leben, speziell von den Veränderungen durch seine Vaterschaft hatte er die Lacher auf seiner Seite. Die Probleme der Eltern-Kind-Massage („Ich war als einziger nackich…“) oder der ausbleibende männliche Heldenmut im Kreißsaal kamen ebenso gut an, wie sein Statement zu Modevornamen. Denn Nobelpreisträger heißen einfach nicht Kevin, Jacqueline oder Mandy.

Und als Musiker und Parodist demonstrierte er ebenfalls sein Können. Denn wenn eigentlich längst durchgekaute Grönemeyer-, Lindenberg-, Westernhagen- oder Maffay-Imitationen plötzlich ihren eigenen Charme gewinnen (Ost ließ sie „Kinderlieder“ neu interpretieren), dann hat das durchaus etwas mit Klasse zu tun.

Die aus dem Schwäbischen stammende Kölnerin Nora Boeckler, eigentlich bzw. parallel als Schauspielerin gut im Geschäft, hatte mit ihrem gespielten Kabarett gegen Osts „Creative Comedy“ keinen leichten Stand. Doch sie hielt gekonnt dagegen und brachte dank ihres Verwandlungstalents zahlreicher kuriose Alltagssituationen auf die Bühne – von lustig bis absurd. Ihre Paraderolle: Vollblut-Esoterikerin Wiebke Wagner, während der nächste Stern des „Deutschland sucht den Superstar“-Himmels, Jaqueline, sogar etwas überzeichnet wirkte. Mit hohem Grund-Tempo, garniert mit Gesang und Rap, machte sie mit ihrem Parforceritt klar: „Das Leben ist viel zu komisch, um nicht darüber zu lachen.“

(Fotos: Gert Fabritius)

 

 

 
Autor
Jörg Michael Simmer

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Jörg Michael Simmer ist seit 2001 Vorsitzender des Vereins "Herborner Heimatspiele e.V.", dem er seit seiner Gründung 1990 angehört. Er ist für die Programmzusammenstellung in der Kulturscheune verantwortlich und seit 1984 aktiver Schauspieler.
 

 

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