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Scheunenslam Nummer zwölf in der KuSch hatte einiges zu bieten: ein ausverkauftes Haus und bestens aufgelegte Poeten, die das Publikum mit kuriosen, heiteren aber auch nachdenklichen Texten zu begeistern wussten.

Am Ende setzte sich unter acht Slammern verdientermaßen der amtierende rheinland-pfälzische Landesmeister Daniel Wagner aus Heidelberg durch. Seine sprachlich feinen, an Willy Astor erinnernden Käsevariationen im Kampf gegen die „Salamisierung des Abendbrotes“ beförderten ihn zunächst in die Vorschlussrunde, wo er – trotz leichtem Texthänger auch den Sprung ins Finale schaffte.

Dort traf er auf den Aachener Florian Schreiber, der es ebenso verdientermaßen dorthin geschafft hatte, indem er seine skurrilen Betrachtungen zum Thema „Liebe und Hass“ zum Besten gab.

Ebenfalls unter den letzten Vier war August Klar aus Paderborn zu finden, dessen Geschick als Beatboxer jedoch die Qualität seiner Texte zu überdecken drohte. In der Vorrunde Schluss war für Jan Schmidt aus Siegen, dessen Wohngemeinschafts-Betrachtungen ebenso zu wenig Punkte von der fünfköpfigen Jury erhielten wie der Text des Marburger Jakob Kielgaß. Seine Sorgen, mit der falschen Unterwäsche vom Notarzt behandelt zu werden, eröffneten den Wettbewerb, in dem Nils Frenzel (Köln) mit seiner Geschichte über seinen fiktiven Sohn „Rolf“ leider nicht mit dem Halbfinaleinzug belohnt wurde.

Dorthin schaffte es Anna Shakoor (Marburg). Aus der Gemeinde Breitscheid stammend, nahm sie das Publikum mit ihrer Forderung nach Selbstbestimmtheit mit und schaffte es mit „Einen Scheiß muss ich“ unter die letzten Vier. Zweite Lokalmatadorin war Alina Pfeifer aus Eibelshausen, die mit ihrem ruhig-zurückhaltenden Vortrag zwischen den semi-professionellen „Rampensäuen“ aus ganz Deutschland einen schweren Stand hatte.

Am Ende gewann bei der von Sascha Kirchhoff und Marco Michalzik gewohnt locker moderierten Veranstaltung also Daniel Wagner und damit der – wenn man das beim Slam überhaupt sagen kann – Favorit im Vorfeld.

(Fotos: Gert Fabritius)

 

 

 
Autor
Jörg Michael Simmer

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Jörg Michael Simmer ist seit 2001 Vorsitzender des Vereins "Herborner Heimatspiele e.V.", dem er seit seiner Gründung 1990 angehört. Er ist für die Programmzusammenstellung in der Kulturscheune verantwortlich und seit 1984 aktiver Schauspieler.
 

 

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