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Es hat eine Menge Tradition, das Vorweihnachtsstück in der Herborner KuSch. Und dennoch gab es 2016 eine Premiere. Erstmals stand der Klassiker „Alice im Wunderland“ von Lewis Caroll auf dem Spielplan.

Franz Josef Neunzerling hat das Stück komplett neu bearbeitet und es zu einem temporeichen Theaterstück mit viel Sinn für Nonsens gemacht, das für die ganze Familie sehenswert ist.

Die kleine Alice hat einfach keine Lust erwachsen zu werden und flüchtet sich in eine Phantasiewelt, aus der es erst ganz Ende der turbulenten knapp 90 Minuten wieder einen Ausweg gibt. Bis es aber soweit ist, erlebt Alice in einem rasanten, szenisch angelegten Spektakel viele wundersame Begegnungen in ihrem ganz persönlichen „Wunderland“.

Josi Schneider, die in der Titelrolle ihr Debüt in der KuSch feierte, zeigte dabei eine feine Leistung mit starker Mimik und musste – neben der Interaktion mit den Mitspielern – auch ihre Handpuppe dem Publikum begreifbar machen.

Manfred Becker, als singender und mit dem Einmaleins Probleme habender Märzhase und sein kongenialer Hutmacher-Partner Julius Wolf überzeugten ebenso wie Brit Neunzerling als falsches Suppenhuhn oder Grinsekatze, wo sie selbst das schwierigste Kauderwelsch meisterte.

Elisa Hofmann als Platt schwätzende Köchin, die zudem mit ihrer Frosch-Handpuppe als Pseudo-Wolf die Lacher auf ihrer Seite hatte und Vicky Groos als übellaunige Herzogin, die seltsame Erziehungskonzepte an den Tag legte erwiesen sich ebenfalls als starkes Duo.

Das galt auch für Lisa Kring, die als wirklich böse Königin („Rübe ab!“) nicht nur die Mitspieler vor Schreck erzittern ließ, sondern auch ihren leicht vertrottelten Gemahl (Jörg Michael Simmer) nach Kräften herumkommandierte. 

Publikumslieblinge waren sicherlich David Löll und Michael Perry als Dudeldi und Dideldu. Seifenblasen, Wasserpistolen, tanzende Tische, sprechende Hunde – das Duo hatte so einiges zu bieten.

Am Ende behielt dann Alice die Oberhand über ihre Gedanken: Als die Königin sie köpfen lassen will, flieht diese aus ihrer Fantasie. „Ihr seid nur Puppen, Figuren, Rollen! Ich spiele mit euch“, ruft sie und erkennt, dass Phantasie beherrschbar ist – auch wenn man dadurch doch ein Stück weit erwachsen geworden ist.
(Fotos: Gert Fabritius)

 

 

 

 
Autor
Jörg Michael Simmer

jms2016

Jörg Michael Simmer ist seit 2001 Vorsitzender des Vereins "Herborner Heimatspiele e.V.", dem er seit seiner Gründung 1990 angehört. Er ist für die Programmzusammenstellung in der Kulturscheune verantwortlich und seit 1984 aktiver Schauspieler.
 

 

 

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