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Die elfte Auflage des Herborner Scheunen-Slams hat keinen Sieger gefunden. Mit Leticia Wahl aus Marburg und Lokalmatadorin Angi Seel standen am Ende des Abends gleich zwei junge Frauen auf dem virtuellen Siegerpodest.

Zusammen mit dem Siegener Jan Schmidt waren sie dank einer fünfköpfigen Publikums-Jury ins Finale eingezogen. Diese war im Gegensatz zum begeisterten Publikum offenbar nicht so leicht zu überzeugen, denn hohe Wertungen blieben an diesem Abend Mangelware.

Sowohl der Frankfurter Raban Lebemann, der in seinem Text über eine dörfliche Geburtstagsfeier alle Stereotypen „vom Land“ treffen und humorvoll beschrieb, wie auch der Bielefelder Micha-El Goehre fanden nicht den Weg in die Endrunde. Gerade bei Goehre war dies bedauerlich, machte doch der Beitrag des Black-Metal-Fans mit Ausflügen in die absurdeste Ideenwelt Lust auf mehr und hätte mehr Punkte verdient gehabt.

Jan Cönig aus Frankfurt gab seine Erlebnisse von Deutschlands Party-Insel Nummer eins zum Besten, um das Publikum am Ende den Malle-Hit „Scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr“ singen zu lassen. Als Gesamtkunstwerk kam die Eibacherin Maria Schwab daher, die ganz vergessen zu haben schien, „welche Farbe deine Augen haben“.

Das Finale erreichte am Ende Jan Schmidt mit einem absurden, gerne auch leicht bösen Text, in dem es unter anderem zu seiner Partnerin heißt: „Laura ist ein bisschen wie Lasagne. Sie muss nicht gut aussehen, schmecken muss sie.“. Finalistin Nummer zwei war Angi Seel, die als Gewinnerin eines Haus-Slams der Herborner Schreibwerkstatt dabei war und Nachdenkliches vortrug.

In Sachen Text und Performance war es Leticia Wahl, die die perfekte Slam-Mischung bot und mit ihrem „Liebesgedicht an mein eigenes Herz“ die Zuhörer fesselte. Letztlich gab es – wie beschrieben – mit Wahl und Seel zwei Siegerinnen, da das Publikum nach deren zweitem Auftritt im Finale keine von beiden klar favorisieren mochte.

So konnten die beiden Moderatoren Sascha Kirchhoff und Marco Michalzik sowie Organisator Andreas Klein beide als Siegerinnen ausrufen. Zum Gelingen des Abends trugen zudem die Texte der Rehberg-Schüler bei, die Helene Siliki und Rainer Staska als Stimmgeber vortrugen. Und dann war da noch eine Prise Musik. Für sie sorgten Anna Walterscheid und Leo Laumann zu Beginn und nach der Pause mit Interpretationen verschiedener Songs wie „Hurt“ von Johnny Cash oder „Wicked Game“ von Chris Isaak.
(Fotos: Gert Fabritius und K.A. Mera)

 

 

 

 
Autor
Jörg Michael Simmer

jms2016

Jörg Michael Simmer ist seit 2001 Vorsitzender des Vereins "Herborner Heimatspiele e.V.", dem er seit seiner Gründung 1990 angehört. Er ist für die Programmzusammenstellung in der Kulturscheune verantwortlich und seit 1984 aktiver Schauspieler.
 

 

 

 

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