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Zum festen Bestandteil im Programm der Kulturscheune gehört „Kultur & Kulinarisches, das heuer gleich an vier Tagen hintereinander für ein volles Haus im Herborner Kleinkunsttempel sorgt.

Theo Friedrich und sein Team kochen auf, die Aktiven der „Heimatspieler“ zeigen zum Jahresende noch einmal vollen Einsatz und die Kleinkünstler Bert Rex, Herr Niels und Pete The Beat lassen es zwischen den Gängen mit italienischer Vorspeise, Kalbshüfte, Mousse au chocolat und Panna cotta ordentlich krachen,

Sehr zufrieden mit dem Ablauf des Abends zeigten sich die K&K-Gäste, die am zur Premiere an den festlich eingedeckten Tischen Platz nahmen, um für einen langen Abend den Alltag hinter sich zu lassen. Der herrlich verpeilte Magier und Conférencier Bert Rex führte durch das Programm zwischen den Gängen aus Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise.

Immer nah dran am Publikum sorgte der Altmeister des klassischen Varietés für subtile Momente voller Poesie und Komik. Bert Rex, der etliche Assistentinnen aus dem Saal für seine Bühnenshow bemühte, hatte bewusst nicht alle Zaubertricks im Griff, vor allem nicht seinen indischen Seiltrick, den er als Running Gag immer gerne wieder bemühte.

Natürlich konnte Bert Rex zaubern. In einem Hin und Her aus Lachen und Staunen gab er den Charmeur und knallharten Magier, der eine Federboa aus einer geschlossenen Glasflasche entfernt und wie von Geisterhand bewegte Spielkarten – auch in Zeitlupe - verschwinden ließ.

Mit hintergründigem Witz nutzte er jede unvorhergesehene Situation gnadenlos aus, um so insbesondere als Frauenschwarm eine gute Figur zu machen. Und das weibliche Geschlecht spielte schlagfertig mit. Seiner Aufforderung auch ohne lustlose Männer der Lust zu frönen, folgte prompt die Antwort des weiblichen Publikums die Antwort: „Das kenne ich!“

Der kleine Thüringer vermochte zu verblüffen. Dabei hinterließ er verknotete Gehirnhälften, vibrierende Zwerchfelle und hüpfende Herzen.

Einer, der die Gesetze der Schwerkraft aushebeln kann, ist Herr Niels. Der Bewegungsillusionist bewegte sich auf der Bühne wie ein Gummimensch auf einem Laufband, um anschließend gegen böige Winde zu kämpfen oder im gleichen Winkel wie der schiefe Turm von Pisa zu erstarren. Mit perfekter Körperbeherrschung und wirrem Blick wandelte der Comedy-Mime durch Nebelschleier, ging auf Flaschenjagd und wirkte dabei völlig schwerelos.

Einer, der es ganz mächtig krachen lässt, ist Pete The Beat. Der Guinesssbuch-Weltrekordhalter im Beatboxen brachte nur mit seiner Stimme die Statik der Kusch ins Wanken. Die großen Klassiker der Rockgeschichte – von Deep Purple über AC/DC bis zu Led Zeppelin – fuhr er auf und spielte sie oral  mit heißen Rhythmen und gekonnten Basslinien, so als wären es zwei Gitarren.

Und das ganz ohne elektronische Tricks. Zusätzlich servierte er noch die Aufschläge diverser Tennis-Asse und das Stöhnen etlicher Tennis-Damen, sowie die Motorgeräusche von Trabi und VW-Käfern.

 

 

 
Autor
Helmut Blecher

helmut-blecher

Helmut Blecher ist freier Autor und Fotograf. Der Dillenburger berichtet seit Jahren über das kulturelle Geschehen vornehmlich an Lahn und Dill und hat bereits Auftrittskritiken für zahlreiche Künstler in der KuSch geschrieben.
 

 

 

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