Schlumpeweck-IV-100a

Die Jury und das Publikum haben entschieden. In einer langen Sonntagnacht in der Kulturscheune, konnten gleich vier Kleinkunst Acts, die von der Sparkasse Dillenburg,

der Firma Rittal und dem Stadtmarketing Herborn gesponserten Preisgelder und die Schlumpewecks einheimsen. Das Berliner Komiker-Duo Linne & Riesling gewann mit überwältigender Mehrheit den Publikumspreis, während sich die sechsköpfige für Julian Hein (Platz 3), Ulan & Bator (Platz 2) und – für viele Zuschauer überraschend – das Kabarett-Ensemble Mannheimer KultUrknall (Platz 1) entschied.

Peter Vollmer, der Haus- und Hofmoderator der KuSch, glänzte am Sonntagabend mit Charme und Witz, sorgte für Stimmung, während das Publikum der Preisverleihung entgegenfieberte. Anders als den Jahren zuvor, hatten die vier Schlumpeweck-Aspiranten noch einmal die Möglichkeit, sich mit komprimierten Aufführungen ihrer Programme zu präsentierten. Die Reihenfolge ihrer Auftritte ließ da noch keine Rückschlüsse auf ihre Platzierung zu.
Man gab noch einmal alles, verwandelte die KuSch in einen Tempel der Kleinkunst. Das Trio Mannheimer KultUrknall nahm die Zuschauer mit ins Café Herz, wo die Gefühle und die Trieb Achterbahn spielten, und die Lust zu Tanz und Gesang à la Milva noch um einige Leidenschaftspunkte gesteigert wurde.
„Es gibt Dinge, die wir kennen, und es gibt Dinge, die wir nicht kennen. Und genau dazwischen sind Ulan & Bator“, mit diesen Worten kündigte Peter Vollmer Ulan & Bator an, die ihr absurdes Theater der Hoch-Komik um einige neue Verrücktheiten bereicherten. „War Hesse Schwabe? Rauchte Willy Brandt mit Günter Gras(s)?“
Und auch der junge Slam Poet Julian Heun, der das Publikum mit seinen Gedichten wohl am meisten polarisierte, hatte neues Material mitgebracht, das nach Francois Villon und Wilhelm Busch für Fortgeschrittene schmeckte. Einmalmehr bewies er, welch ungeheuer unverschämt tolles Potential in dem jungen Berliner steckt.

Linne und Riesling rundeten den Abend mit ihrer Weltklasse-Artistik und ihrer Pantomimekunst mit Untertiteln den Abend perfekt ab. Bei ihnen hatten die Verrücktheiten Hand und Fuß, rissen das Publikum zu Tränenströmen der Heiterkeit hin. Als sich das Duo schließlich wieder zur Nachtruhe in ihr Stehbett begab, herrschte in selbigem plötzlich drangvolle Enge. Alle Teilnehmer/Gewinner des Abends wollten auch kuscheln. 


Die abschließende Preisverleihung, von Jörg Michael Simmer ohne viel Aufhebens vorgenommen, geriet zu Statements der Rührung und der Freude – nicht nur wegen der Preisgelder (3000 Euro für Mannheimer KultUrknall, 2000 Euro für Ulan & Bator und je 1000 Euro für Julian Heun und Linne & Riesling.
Sportlich klang der Abschluss der Schlumpeweck-Woche aus, als Linne & Riesling ihre gestählten Körper im olympischen Wettbewerb dem jauchzenden und johlenden Publikum darboten.
(Text+Fotos: Helmut Blecher)

kbl2014

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Schlumpe­weck

Die KulturScheune Herborn lädt in Verbindung mit dem Stadtmarketing, der Sparkasse Dillenburg, der Firma Rittal sowie der Friedhelm-Loh-Group zur Teilnahme am Wettbewerb um den Herborner Klein­kunstpreis "Schlumpeweck" ein.

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