AusstellungJenny016

„Wie wir wurden, was wir sind“– das zeigen die Mitglieder der Herborner Heimatspiele e.V. anlässlich des 25-jährigen Bestehens ihres Vereins in einer gleichnamigen Ausstellung in der Aula der Hohen Schule.

Dass die Vernissage am Donnerstag stattfand, war kein Zufall, denn die 25 Gründungsmitglieder des Vereins unterschrieben ihre Gründungsurkunde am 26. November 1990. Was „klein“ in der „Alten Schmiede“ am Pertuisplatz begann, hat sich im Laufe der Zeit zu einer Institution entwickelt. In 25 Jahren haben die Heimatspieler insgesamt 67 Eigenproduktionen gezeigt.

„Theaterleben und Theater leben hat für uns eine lange Tradition“, sagte Vorsitzender Jörg-Michael Simmer bei der Eröffnung. Den Bau einer eigenen Spielstätte hob Simmer als einen der besonderen Höhepunkte in der Vereinsgeschichte hervor. Dazu Stadtverordnetenvorsteher Jörg-Michael Müller (CDU): „Wer hätte gedacht, dass man mal ein eigenes, richtiges Theater in Herborn betreibt? „Ein großes Stück des eigenen Lebens begleitet uns dieser Verein. Bürgermeister Hans Benner (SPD) lobte die Arbeit und das Engagement der Heimatspieler und erinnerte an Aufführungen vergangener Tage. So habe er in den 60er Jahren als Schüler einigen Stücken beigewohnt und sei bis heute fasziniert, wie in

Herborn gelebte Geschichte dargestellt wurde. In dieser frühen Zeit gab es die Heimatspiele als eigenständigen Verein zwar noch nicht, aber die Schau befasst sich auch mit seiner Vorgeschichte. Zu der gehört die Volksbühne ebenso wie die Zeit, in der die Darsteller noch unter dem Dach des Verkehrsvereins Werke des bekannten Herborner Heimatdichters und Schriftstellers Walter Schwahn aufführte. Simmer ging in seiner Rede ausführlich auf diese Zeit ein und sprach auch kurz die Umstände an, die zur Vereinsgründung führten.

Unter anderem erwähnte er die anfängliche Verstimmung des Verkehrsvereins darüber, dass die Theaterschaffenden einen eigenen Verein gründen wollten. Und wie Georg „Schorsch“ Lehr die Wogen mit dem einfachen, aber wirkungsvollen Satz: „Wir unterstützen doch alle Vereine, also unterstützen wir auch diesen“, glättete. Dass der Verkehrsverein stolz auf die als „seine Kinder“ bezeichneten Theaterspieler ist, verdeutlichte dessen heutiger Vorsitzender Frank Pletka, der als „Elternteil“ der Heimatspieler eine Spende „überreichte“: „Wir haben es schon auf das Konto überwiesen, damit ihr ,Kinder’ keine Dummheiten damit macht“, scherzte er .

Nicht nur bei vielen Heimatspielern weckt die Ausstellung schöne Erinnerungen Simmer bedankte sich bei seinen Vereinskollegen, besonders bei Cornelia Glade-Wolter, die die Ausstellung konzipiert hatte, sowie ihren Mitstreitern Adelheid Simmer, Sabine Rühl, Manfred und Karin Becker, Mike und Christiane Krüger, Irmgard Zeh und Holger Heix, die dabei geholfen hatten. Vom Ergebnis waren Förderer, Freunde und Mitglieder begeistert. Ehrenmitglied Irmgard Zeh beispielsweise erinnerte sich beim Rundgang an ihre ersten Theaterrollen. Sie spielte schon zu Zeiten der Volksbühne. Den Heimatspielern ist sie bis heute sehr verbunden und würde „gerne selbst noch mitspielen, wenn ich nicht schon 80 wäre“.

Auch bei den anderen Besuchern, vor allem langjährigen Mitgliedern wurden beim Betrachten der Exponate viele Erinnerungen wach. Der Rundgang durch die Ausstellung beginnt mit einem geschichtlichen Überblick, angefangen mit Bildern aus Stücken der Volksbühne. Eine tolle Idee: ein Kinderkostüm von 1951 hängt neben einem Bild der Gründungsurkunde von 1990 und symbolisiert so die von den Heimatspielern und dem Verkehrsverein gern genutzte Metapher, „dass die „Kinder flügge geworden sind“. Fotos und Collagen, die die Arbeit der einzelnen Ensembles zeigen und vorstellen, Originalkostüme und Kulissen sowie eine Bildschirmpräsentation runden die Ausstellung ab, die so auch einen Aspekt Herborner Stadtgeschichte beleuchtet.

Geöffnet ist die Schau in der Hohen Schule noch bis zum Sonntag (29. November), täglich von 12 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

 

 
Autor
Jenny Berns

jenny-berns

Jenny Berns ist Volontärin bei der Zeitungsgruppe Wetzlardruck. Nach Abschluss ihres Studiums der Germanistik und Geschichte in Gießen war sie bis März 2012 als Online-Redakteurin tätig und arbeitete 2012-2015 für den Marbuch-Verlag. Ihre Interessensgebiete sind Literatur, Film und Theater.
 

 

 

 

kbl2014

Dauerkarte Deutsche Kabarettmeisterschaft
Sie können Ihre Dauerkarte auch nach Beginn der Kabarettmeisterschaft kaufen.
Das Ticketsystem stellt Ihnen die verfügbaren Tickets zusammen und berechnet Ihren Preis.

Ticket 1. SpieltagTicket 2. SpieltagTicket 3. SpieltagTicket 4. SpieltagTicket 5. SpieltagTicket 6. SpieltagTicket 7. Spieltag

KuSch TV

Auf diesem YouTube-Kanal berichten wir über Künstler, die auf unserer Kleinkunstbühne in Herborn auftreten.

Schlumpe­weck

Die KulturScheune Herborn lädt in Verbindung mit dem Stadtmarketing, der Sparkasse Dillenburg, der Firma Rittal sowie der Friedhelm-Loh-Group zur Teilnahme am Wettbewerb um den Herborner Klein­kunstpreis "Schlumpeweck" ein.

KulturScheune Herborn - Herborner Heimatspiele e.V.      Austraße 87     35745 Herborn