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Herborn. Die Preise sind vergeben, die Schlumpeweck’ 2011 gegessen. Für die
meisten der Abonnenten des Herborner Kleinkunstpreises, in dessen Rahmen


sich an vier Abenden in der vergangenen Woche vier Solisten sowie je ein Duo
und eine Band um die nach der kalorienreichen Spezialität des südlichen
Dillkreises benannten Preise bewarben, waren die Preisträger des
modifizierten Wettbewerbers am Sonntagabend bei der Übergabe der vier
Trophäen keine Überraschung.

Das zeigte sich unter anderem daran, dass es zwar vier Preise, jedoch nur
drei Preisträger  gab. Abräumer des Abends war die Band “Wortfront” um die
Sängerin Sandra Kreisler sowie den Texter und Komponisten Roger Stein. Sie
durften sowohl den Preis der Jury als auch den Preis des Publikums mit nach
Berlin nehmen.

Erstmals gab es in diesem Jahr keine gestaffelten Dotierungen. Alle vier
Kategorien waren sowohl im künstlerischen Urteil der Juroren als auch in der
Dotierung gleichgestellt. Vier Mal wurden 2000 Euro an die Akteure
ausgeschüttet.

Darüber freute sich eine besonders: Felicitas Badenius alias “Liederfee”
hatte den Sprung auf der imaginäre Treppchen ebenso geschafft wie die
Pantomimen des Duos “Die Mimusen”. Marc Maschek und Klaus Franz forderten
vor allem vom Team des Hessischen Rundfunks knallharte Professionalität.

“Den Kollegen draußen im Ü-Wagen des HR wünsche ich bei der nächsten Nummer
viel Spaß”, leitete Wolfgang Tepper, Moderator und vor vier Jahren
Schlumpeweck-Träger der ersten Stunde seine Überleitung zu diesem
Programmpunkt ein. “Wie Pantomime im Hörfunk funktionieren soll”, wisse er
beim besten Willen nicht.

Vielleicht geht es ja doch, denn die beiden Berliner versetzten das Publikum
in der Kulturscheune mit ihrer wort- und fast geräuschlosen Show der
mimischen Spitzenklasse so sehr in Verzückung, dass zumindest ein breites
Spektrum von Lachern aller bislang bekannten Genres  aufgezeichnet werden
konnte. Den Besuchern boten sie im Vergleich zum ersten Auftritt zwei neue
Sketche. Und in einem mutierte sogar ein Zwieback zum stilisierten
Schlumpeweck.

Treu blieb sich bei ihrem Teil die “Liederfee” Felicitas Badenius. Und das
war gut so, denn wer am Montagabend von den Liedern, in denen sie sich in
ironischer Weise mit Männern und sich selbst auseinandersetzt, deshalb noch
nicht von der Preistauglichkeit der Wittenerin überzeugt war, hatte nun die
Chance, die vielen Zwischentöne ihrer zur Gitarre gesungenen Lieder zu
verstehen. Ihre Schlumpewecken waren nicht schwer, sonder gut verdaulich.

Die “Wortfront” ließ bei ihrem ersten als auch beim zweiten Auftritt keine
Zweifel daran aufkommen, dass sie sich nicht nur den Preis der sechsköpfigen
Jury, sondern auch den des ausgesprochen sachkundigen und in
Kleinkunstfragen erfahrenen Publikums verdient hat.

Vor allem gaben sich die sechs Künstler aus der Hauptstadt publikumsnah –
und bescheiden. So wies Frontfrau Sandra Kreisler ihr Publikum ausdrücklich
darauf hin, dass nicht sie, die Frontfrau, sondern Roger Stein mit seinen
Texten, Kompositionen und Arrangements der Kopf der Band sei. Der
“Wortfront” breites musikalisches Spektrum und ihre Texte, die sowohl
ernsten als auch heiteren Inhalts waren, begeisterten im zweiten Teil des
Abends erneut die Gäste des Abends in der Kusch.

Besonders freue sie sich über den Preis des Publikums. Der “Liederfee” und
den “Mimusen” attestierte die Tochter des österreichischen Kabarettisten und
Komponisten Georg Kreisler (“Tauben vergiften im Park”), dass sie diesen
Preis ebenso verdient gehabt hätten.

Der Hessische Rundfunk wird die am Sonntagabend aufgezeichnete Sendung “noch
in diesem Jahr”, wie HR-Kulturredakteur und Jury-Mitglied Helge Heynold auf
Nachfrage erklärte, in seinem zweiten Programm senden. Und nicht nur  der
Kusch-Vorsitzende Jörg Michael Simmer und sein Team sind schon jetzt
gespannt, wie man am Frankfurter Dornbusch die Pantomime radiogerecht
aufarbeitet…..

kbl2014

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Schlumpe­weck

Die KulturScheune Herborn lädt in Verbindung mit dem Stadtmarketing, der Sparkasse Dillenburg, der Firma Rittal sowie der Friedhelm-Loh-Group zur Teilnahme am Wettbewerb um den Herborner Klein­kunstpreis "Schlumpeweck" ein.

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