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Die Würfel sind gefallen. Die Gewinner des 5. Herborner Kleinkusntspreises „Schlumpeweck“ stehen fest. In der abermals ausverkauften Kulturscheune gab die

Gastmoderatorin Lisa Feller den Jury-Gewinnern René Steinberg, Marcus Jeroch, dem Ensemble Weltkritik sowie dem Publikums-Preisträger Muttis Kinder grünes Licht für ihren Siegerauftritt.

Es war eine absolut runde Angelegenheit. Der von der Firma Kunstguss Eschenburg in Bronze gegossene „Schlumpeweck“ oder der „Apfelmus-Döner“ wie ihn Bettina Prokert vom Ensemble Weltkritik bezeichnete, ist längst in der nationalen Kleinkunst-Szene und bei den Menschen in der Region abgekommen. Das Niveau der Akteure und ihrer Programme war auch diesmal wieder hoch, so dass es bei der Schlumpeweck-Kür der Preisträger eng wurde.

Die sechsköpfige Jury, bestehend aus Mitgliedern der Herborner Heimatspiele sowie den Repräsentanten der Sparkasse Dillenburg der Firma Rittal / Friedhelm-Loh-Group und des Stadtmarketing Herborn hatte es sich bei der Wahl der Gewinner, die neben dem Schlumpeweck jeweils einen Scheck über 2000 Euro in Empfang nehmen konnten, nicht leicht gemacht. Zum Glück konnten sie auf die Schützenhilfe der Dauerbesucher zählen, die das A-cappella-Trio Muttis Kinder zum Publikumsliebling kürten.

 Während die Comedienne Lisa Feller zwischen der Ankündigung der Preisträger über erschlafftes Bindegewebe, Kindererziehung und Ehemännerbetreuung parlierte, machte sich der für viele überraschende Preisträger René Steinberg in der Kurzfassung seines Programms „Wer lacht, zeigt Zähne“ topaktuell über die „V-Frage“ her („Wird Peer Steinbrück Vize-Kanzler unter Merkel?“).  Darüber hinaus sorgte er mit neuen O-Ton-Versprechern, seiner Neuinterpretation des „Faust“ und seinem Lied auf die Hausmänner („Ich will doch nur spielen“) für die ersten Lacher im Saal.

Die Jury begründete ihre Wahl für René Steinberg mit seinem Bemühen, das er das ziemlich seichte Feld der deutschen Comedy mit kabarettistischer Scharfzüngigkeit zu neuer Wertigkeit und Anerkennung führt. Unstrittig war die Auszeichnung für den genialen Wortschöpfer Marcus Jeroch, der mit temporeicher Wortakrobatik das KuSch-Publikum ein weiteres Mal verblüffte. Die unterschiedliche Geschwindigkeit von Zeit, was passiert, wenn einem gleich zwei Buchstaben aus dem Alphabet verlustig gehen, und die Kunst des Poeten, einen Nagel in die Wand zu hauen („Dichter trifft Leitung“), waren nur einige der Dinge, die Jeroch in seinem Kurzprogramm anschnitt. Ein geniales Gedicht gab’s zum Schluss: „Willst du lieben, ge(h)dicht ran!“

Solcherlei Sprachkunst machte selbst eine Lisa Feller sprachlos, die als nächstes das Ensemble Weltkritik, die schon im Vorfeld als Schlumpeweck-Preisträger gehandelt wurden, ankündigte. Das Leipziger Duo, das sich über den „Apfelmus-Döner“ tierisch freute, vermochte in der reduzierten Fassung ihres von der Arbeitsagentur aufgenötigte Arbeitsprogramm als „Kabarettfachkraft“ nicht ganz die Brillanz ihres freitäglichen Auftritts zu toppen. Gerade deshalb wünscht man sich ihre  kreative, schräge und absolut innovative Bühnenshow bald in voller Länge in der Kusch zu erleben. „Im Osten gibt es viel überraschend Neues“, lautete auch das Credo der Jury bei ihrer Kür von Ensemble Weltkritik.

Die Bescherung von Muttis Kinder überließen sie der Entscheidung des Publikum, die das A-cappella-Trio den Publikumspreis bedachten. Mit toller Stimmbandakrobatik benetzten sie die Kulturscheune mit ihren vokalen „Fields Of Joy”. Choreografisch perfekt inszeniert, gaben sie ihren romantischen Gefühlen die Sporen, ließen Rammstein ganz brav erscheinen und erzeugten mit ihrer die Veranstaltung beendenden Version von Leonard Cohens „Halleluja“ für eine zum Heulen schöne Schluss-Stimmung.

 

 

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Schlumpe­weck

Die KulturScheune Herborn lädt in Verbindung mit dem Stadtmarketing, der Sparkasse Dillenburg, der Firma Rittal sowie der Friedhelm-Loh-Group zur Teilnahme am Wettbewerb um den Herborner Klein­kunstpreis "Schlumpeweck" ein.

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