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Es war eine abwechslungsreiche Woche mit interessanten und vielseitigen Akteuren, die in der stets ausverkauften Kulturscheune Kleinkunst der Extraklasse geboten hatten.

Vier der sechs Endrundenteilnehmer im Wettbewerb um den Herborner „Schlumpeweck“ freuten sich am Sonntagabend über einen Scheck von jeweils 2000 Euro und eine Bronzeskulptur, gestaltet von der Firma Kunstguss Eschenburg. Den Publikumspreis konnte „Pop-Comedian“ Lars Redlich in Empfang nehmen, während Puppenflüsterer Benjamin Tomkins, der „Poet des Alltags“, Sebastian Nitsch, und Nagelritz als Mariner auf den Spuren von Ringelnatz die Favoriten der sechsköpfigen Jury waren.
„Freudig erregt” war nicht nur das Publikum, sondern auch die Moderatorin des Abends, Lisa Feller, die sich wie schon im letzten Jahr riesig darüber freute, die Schlumpeweck-Preisträger des Abends ankündigen zu können – garniert mit viel Charme und Humor.
Benjamin Tomkins eröffnete die Runde der Preisträger mit dem garstigen Handpuppenmonster „Catwoman“, das der Bauchredekunst seines Einflüsterers brüllend und raunzend entgleiten wollte. Man war echt verblüfft über das Eigenleben des Fieslings, geformt aus Schaumstoff und Kaffeesäcken.
Nur mit Mühe konnte Meister Tomkins seine Puppe zurück in die Kiste befördern.
Dem brillanten Duo mit einer Stimme folgte Sebastian Nitsch, der am Klavier sitzend nach Antworten auf die böse Welt suchte. Mit überraschendem Gespür fürs Absurde, eröffnete er seinen Zuhörern den Weg in Traumwelten, in der das Nichts zu einem wunderbaren Erlebnis werden kann. Angesichts einer Welt, in der alles seziert, analysiert und durchleuchtet wird, war Nitschs Hommage ans Nichts eine durchaus empfehlenswerte Abwechslung.
Vordergründiger, herzhafter und direkter war der dritte Jury-Sieger des Abends, Nagelritz. Der Seemann aus Gelsenkirchen, der mit Shanty-Laune und Ringelnatz-Poesie eine kesse Sohle aufs Parkett der KuSch-Bühne legte, sparte nicht mit Ahoj-Brause und Auszügen aus seinem gemalten Tagebuch sowie der Präsentation seiner Erfindungen, wie dem mobilen Poller oder dem Rettungsring aus Eisen. Mit seinem Lied auf seine Margarete landete er – wie schon am vergangenen Montag – den Ohrwurm des Abends.
Ordentlich was auf die Ohren lieferte auch Lars Redlich, der Publikums-Preisträger seinem Publikum ab. Mit Ukulele- und Pianoklang ließ er seine gut geölte Stimme auf seine begeisterte Herborner Fangemeinde herniedersinken, die ihm bei seinen dramatischen Balladen sowie einem auf vier gleiche Akkorde basierenden Hit-Medley buchstäblich zu Füßen lag.
Nachdem Benjamin Tomkins in Form einer heiteren Nachmachsportaktion – mit Publikumsbeteiligung – seinen Dank an die KuSch-Besucher abgestattet hatte, gab‘s von der sechsköpfigen Jury Kunstguss-Schlumpewecks und Schecks für die vier Preisträger.
Und weil es halt gar zu schön war, gab der frisch gekürte Publikumspreisträger Lars Redlich zu guter Letzt sein frisch komponiertes „Schlumpeweck“-Lied“ zum Besten: „Ich fühlte mich zu ihm hingezogen”, sang er und damit steht der Berliner Sänger nicht allein, wie die an allen Tagen ausverkaufte Schlumpeweck-Woche in der Kulturscheune gezeigt hat.

(Zusätzliche Fotos: Gert Fabritius)

 

 

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Die KulturScheune Herborn lädt in Verbindung mit dem Stadtmarketing, der Sparkasse Dillenburg, der Firma Rittal sowie der Friedhelm-Loh-Group zur Teilnahme am Wettbewerb um den Herborner Klein­kunstpreis "Schlumpeweck" ein.

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