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Jördis Tielsch präsentiert neue CD vor ausverkauftem Haus / Programm mit Großstadtniveau

Helmut Rolfes kündigte ein „Programm mit Großstadtniveau“ an, und der Geschäftsführer der Heimatspieler traf den Nagel auf den Kopf. Was Jördis Tielsch und ihre Band in der Herborner „KulturScheune“ boten, war „großes Kino“ – passend zum Titel der neuen CD.

Vor ausverkauftem Haus lief die 20-jährige Sängerin und Geigerin zur Hochform auf – und hätte sie nicht ab und zu mit Tee gegurgelt: niemand hätte bemerkt, dass die angehende Lehramtsstudentin erkältet und ihre Stimme angegriffen ist. Auftritte in der „KuSch“ seien „immer etwas Besonderes“, verriet die Künstlerin: „Mir gefällt die Atmosphäre hier, und ich fühle mich sehr wohl.“ Das dürfte auch für das Publikum gelten, das die Hauptdarstellerin des Abends begeistert feierte und erst nach drei Zugaben von der Bühne ließ.

Im typischen Tielsch-Stil, sparsam instrumentiert, präsentierte die Sinnerin ihren Lieblingssong „Wenn Du mich suchst“ sowie „Sehnsucht nach Leben“ oder „Genau wie Du“ und natürlich den CD-Titel „Kleine Stadt, großes Kino“, den sie kürzlich im ZDF-Fernsehgarten vor zwei Millionen TV-Zuschauern gespielt hatte. Besonders ergreifend interpretierte sie den Song „Leben“, der nach einer für Jördis Tielsch beeindruckenden Beerdigung entstanden war und nahtlos in die Roger-Cicero-Ballade „In diesem Moment“ überging“.

Jubel brandete im Publikum auf, als die junge Künstlerin ihren bereits bekannten Song „Die kleinen Dinge“, präsentierte, der eventuell – wie die Künstlerin verriet – vom Plattenlabel Sony als zweite Single ausgekoppelt werden soll.

Welch große Musikalität in ihr steckt, bewies die 20-jährige Geigerin bei den Instrumentalstücken „Ashokan“ und „Toss“, bei denen erneut auch die Klasse der Band mit Peter Schneider (Gitarre), Jens Schäfer-Stoll (Bass) und Oliver Zapf (Schlagzeug) deutlich wurde.

Neu an Bord ist der Haigerer Lars Peter, der am Keyboard feine Akzente setzte und auch als Backgroundsänger und Gitarrist überzeugte. Sein Engagement gibt der Tielsch-Band vielfältige weitere Möglichkeiten und Klangfacetten.

Mit Lars Peter gewinnt die Musik an Vielfalt

Das nur von Peter begleitete „Gran Torino“ – im Original von Jamie Cullum gesungen – bewies, dass Jördis Tielsch immer dann am besten zur Geltung kommt, wenn sich die Begleitinstrumente im Hintergrund halten und die Ausnahmestimme (oder wahlweise die Geige) der Künstlerin im Mittelpunkt steht.

Mit dem „U2“-Klassiker „Still haven’t found“ verabschiedete sich die 20-Jährige von ihren Fans. Einige hätten sich sicher auch ein Finale mit „Chasing Cars“ vorstellen können – einem Song, mit dem die Karriere des Ausnahmetalents vor sieben Jahren begann. Dennoch: Der Auftakt in der vergleichsweise kleinen „KulturScheune“ ist gelungen. Jetzt ist es Jördis Tielsch und Co. zu wünschen, dass sie ihre Songs auch auf den großen Bühnen der Republik präsentieren können.

 

Text / Foto : Ralf Triesch

 

 

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