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Mit einer abwechslungsreichen und originellen A-cappella-Show hat die Gruppe „Basta“ bei ihrem Premierenauftritt in der Herborner „Kulturscheune (KuSch)“ das Publikum begeistert.

Der 90-minütige Auftritt bereitete dabei nicht nur den Zuhörern, sondern auch dem Kölner Quintett sichtlich Spaß. Von Klassik bis Pop, von ernsthaft bis schwülstig: A-cappella-Gesang gibt es in den verschiedensten Formen und Variationen und er ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache.

Was William Wahl, René Overmann, Thomas Aydintan, Werner Adelmann und Arndt Schmöle unter dem Namen „Basta“ auf der Bühne zu Gehör bringen, ist jedoch weit mehr als ein schnödes Gesangs-Quintett und dürfte am Mittwoch auch die „A-cappella-Skeptiker“ zu Fans dieser Stilrichtung gemacht haben.

Die fünf Sänger stellten bei ihrem ersten Auftritt in der „KuSch“ Stücke von ihrem neuen Album „Domino“ vor. Zum Aufwärmen präsentierten sich „Basta“ dem Publikum zunächst als ihre eigene Vorband. Der gleichlautende Songtitel ließ schon da erahnen, dass die Gruppe eine gehörige Portion Witz im Gepäck hatte. Stilvollen Humor mit viel Esprit gab es dann auch im weiteren Programm. Zu Samba-Rhythmen brachte die Gruppe dem Publikum die leichte Lebensart näher: Probleme, unangenehme Nachrichten oder den untreuen Lebenspartner einfach mal locker, flockig von der Kante ins Nirwana schubsen, lautete das Motto im Song „Bastalavista“.

Auch der nächste Song machte der von der Band spaßhaft angekündigten „blutrünstigsten A-cappella-Show aller Zeiten“ alle Ehre, denn hier wurde ein nerviger Gondoliere einfach in einem der vielen Kanäle Venedigs versenkt. Von der Disco-Pleite bis hin zum Leben als Liedermacher-Urgestein Reinhard Mey reichten die irrwitzigen Text-Ideen und die Zuhörer konnten sich vor Lachen bisweilen kaum halten.

Auch der Flamingo-Flamenco oder die von der Band wunderbar ironisch aufgearbeitete Schöpfungsgeschichte waren echte Knaller. Eine Hommage an die kirchlichen Wurzeln ihres Gesangstils stellte dann das an gregorianische Gesänge erinnernde „Domino“ dar. Angekündigt wurde der Song von „Basta“ mit einer der für die Gruppe typischen, illustren Moderationen. Sie hätten Arndt Schmöle, das neue Bandmitglied, aus dem Kloster geholt, wo er nur mit einem „Physalis-Blättchen“ bekleidet sein Dasein fristete und eben Domino spielte.

Mit einem Augenzwinkern reflektierten die Sänger in Form der Titel „Es ist nur a cappella, doch ich mag es“ und „Der Mann, der keine Beatbox konnte“ zudem ihr eigenes Schaffen. Doch nicht nur textlich, sondern auch musikalisch überzeugte das Quintett auf ganzer Linie. Ob als Rhythmus- oder Background-Stimme oder in einem der zahlreichen Soloparts, jeder der fünf zeigte, dass er sein Handwerk bestens versteht.

Die „KuSch“-Besucher erlebten so eine perfekt konzipierte Bühnenshow auf höchstem Niveau, die zugleich äußerst unterhaltsam war. Verstärkt wurde dieser Eindruck durch das charismatische Auftreten der Sänger, die selbst sichtlich Spaß an dem, was sie tun, haben. Mit großem Applaus wurden sie daher auch nach zwei Zugaben von der Bühne verabschiedet und sind in Zukunft hoffentlich noch häufiger in Herborns „Kulturscheune“ zu Gast.

 

 

 

 
Autor
Jenny Berns

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Jenny Berns ist Volontärin bei der Zeitungsgruppe Wetzlardruck. Nach Abschluss ihres Studiums der Germanistik und Geschichte in Gießen war sie bis März 2012 als Online-Redakteurin tätig und arbeitete 2012-2015 für den Marbuch-Verlag. Ihre Interessensgebiete sind Literatur, Film und Theater.
 

 

 

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