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Sie ist eine Erfolgsgeschichte, an die Anfang des neuen Jahrtausends viele nicht glauben wollten: Am Mittwoch feierte die Kulturscheune, kurz KuSch, ihr

zehnjähriges Bestehen. Und dazu konnte Jörg Michael Simmer, Vorsitzender der Herborner Heimatspieler, viele Gäste im Saal des kulturellen Schatzkästchens begrüßen, darunter neben Vertretern des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft auch zahlreiche "normale" Mitglieder.

Die KuSch sei mit ihren zehn Jahren ja gerade mal ein Kind, befand Landrat Wolfgang Schuster. Und eigentlich könne er ja nicht zu jedem "Kindergeburtstag" gehen. Die KuSch sei aber etwas Besonderes. "Sie haben", attestierte der Landrat Simmer und seinen vielen Mitstreitern, "sich hier eine kulturelle Heimstätte geschaffen, die in der Kleinkunstszene in ganz Deutschland einen hervorragenden Ruf genießt".

Mit der Kulturscheune spielten die Herborner Heimatspieler "in der Bundesliga der Theater." Diese großartige Leistung sei nur durch harte Arbeit möglich gewesen, würdigte Schuster. Die KuSch sei ein wichtiger Standortfaktor für die Stadt Herborn und die Region an Lahn und Dill.

Innerhalb der facettenreichen Kulturszene der Bärenstadt nehme das Theater eine besondere Rolle ein. Sie biete nicht nur den unterschiedlichsten Genres der so genannten Kleinkunst eine Bühne, sondern "hierher kann man sogar in Hausschuhen kommen", flachste der Landrat, der den Heimatspielern für ihr ehrenamtliches Engagement - "ein hohes Gut" - dankte.

Welche Bedeutung die Kulturscheune für die Bärenstadt habe, unterstrich Herborns Bürgermeister Hans Benner, indem er den Musentempel unter dem tosenden Beifall aus dem Parkett auf eine Ebene mit dem Frankfurter "Tigerpalast" stellte. "Die Kusch ist ein Pfund, mit dem die Region wuchern kann", bescheinigte er.

Benner bekannte sich zu seinen eigenen Zweifeln, als die ersten Ideen für das Projekt in den 90er Jahren geboren worden waren. Aber er habe sich sehr schnell eines Besseren belehren lassen. "Eure Visionen waren fundiert", sagte er zu den Mitgliedern gewandt. Ohne sie und ihr nachhaltiges Engagement wäre die Kulturscheune Vision geblieben.

Darin stimmte Hans Benner mit Hans Ludwig Blaas, dem Vorsitzenden des Beirates, überein. Weil Jörg Michael Simmer und die anderen Heimatspieler "Mut und Geschick" an den Tag gelegt hätten, habe sich das Projekt so gut entwickelt. Die zehn Jahre seien Beleg für eine Erfolgsgeschichte. Und er sei sicher, dass die Verantwortlichen vor und hinter den Kulissen noch viele kreative Ideen für die Zukunft hätten.

Einer von ihnen ist Helmut Rolfes. Der Geschäftsführer der Heimatspieler musste zunächst Moderator Benjamin Tomkins kreativen Ideen auf die Beine helfen. Denn der Bauchredner hatte, ganz zufällig, keine Puppe dabei. Deshalb diente Helmut Rolfes als "Rohling", an der Tomkins seinen rhetorischen und plastischen Gestaltungsspielraum zur Gaudi der Gäste ausreizen konnte.

Aber Helmut Rolfes Auftritt hatte einen zweiten Aspekt. Den brachte Wolfgang Schuster in Gestalt des Ehrenbriefes des Landes Hessen mit auf die Bühne. Rolfes sei eine Triebfeder des Projektes Kulturscheune. "Sie haben in einem außergewöhnlichen Maß zu diesem Erfolg beigetragen", attestierte der Landrat.

Welche Stationen und Probleme auf dem Weg von der abbruchreifen Scheune auf dem ehemaligen Gutshofgelände bis zum beliebtesten Spielort der deutschen Kleinkunst lagen, ließ Jörg Michael Simmer im Anschluss Revue passieren. Und, das Kinderbildnis des Landrates aufgreifend, bekannte Simmer: "Mir graut schon jetzt vor der Pubertät."

 

 

 
Autor
Uli Geis

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Uli Geis ist ehemaliger Redakteur der Westfälischen Rundschau und seit geraumer Zeit als Freier Autor im heimischen Raum engagiert. Der passionierte Leichtathlet aus Sinn berichtet über das Geschehen im ehemaligen Dillkreis.
 

 

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