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Variete-Gala010

Am Ende gab es stehende Ovationen vom Publikum: Die Varieté-Gala zum 10. Geburtstag der KuSch war ein voller Erfolg.

Ein buntes Programm mit großartigen Künstlern, aber auch ein großartiges Publikum, sorgten für einen unvergesslichen Abend für alle Beteiligten. Elf Künstler präsentierten den 260 Zuschauern in der KuSch grandiose Augenblicke, die alle Alltagssorgen vergessenen ließen. In der kuschelig warmen KuSch flossen dabei die Schweißströme der Artisten reichlich. Eine heiße akrobatische Nummer bot Robert Choinka, der seine brillante Artistik mit Reifen, Motoröl und lasziven sexy Bewegungen garnierte. Heiß dürfte es auch mancher Zuschauerin geworden sein, als der junge Mann seine Hüllen fallen ließ. Indes – die Hose behielt der Artist an – auch wenn er verführerisch den Gürtel abnahm und die obersten Knöpfe öffnete.

Jonglieren – und das gleichzeitig mit mehreren Diabolos – ist das besondere Talent, das Benni M. seinem Publikum offerierte. Schwarz-weiß-kariert, temporeich und in bester Ska-Manier zeigte der Künstler seine atemberaubende, rasante Show.

Gesundheitlich etwas angeschlagen kam Bauchredner Benjamin Tomkins auf die Bühne. Gut, dass er den „alten Sack“ dabei hatte, nicht die netteste, aber zweifellos lauteste Puppe der Welt, deren Stimme noch völlig in Ordnung und überall gut zu hören war. Der Sack fühlte sich in der Rolle der „Catwoman“ pudelwohl, hatte er doch keine Lust, „jede Nacht die gleichen beschissenen Sackwitze zu machen“. Ein origineller, selbstironischer Dialog entwickelte sich, als Tomkins eine Flasche Wasser an den Mund führte und der „alte Sack“ sich darüber ärgerte. Tomkins: „Warum kann ich nicht trinken, während Sie reden?“ Der alte Sack: „Junge, so gut sind Sie nun auch wieder nicht.“ Doch, das war er, der Tomkins: ein Bauchredner in Perfektion.

Und dann kam er, der Herr Niels. Wie soll man ihn beschreiben? Irgendwie schienen ihm seine Gesichtszüge und Bewegungen immer zu entgleisen, aber das in höchster Präzision. Dieses dämliche Grinsen, diese schielenden Augen und diese schlenkernden Glieder ergeben das Gesamtbild eines Künstlers, den man einfach lieb haben muss und in die Arme schließen möchte.

Einen Moonwalk wie Michael Jackson, allerdings in Slow Motion, präsentierte der Körperillusionist, der immer gegen imaginäre Kräfte anzukämpfen schien, um dann wieder in nahezu unmöglichen Körperhaltungen zu erstarren.

Kontrastreich ging das Geburtstagsprogramm in der KuSch weiter: Die Trapez-Nummer von Erna Sommer kam im romantischen und langen Kleid daher. Auf hohem technischen Niveau, untermalt vom verträumten Klavierspiel, schaffte sie eine unvergleichliche Symbiose von Poesie und Artistik direkt unter der Bühnendecke.

Die Ukrainierin Tatiana Konobas funktionierte Gymnastikbälle, die eher zum Üben für Rückenleidende gedacht sind, kurzerhand zum artistischen Accessoire um. Geschmeidig glitt sie auf ihnen dahin, ließ sie verspielt auf Füßen und Händen tanzen, überschlug sich mit, auf und zwischen ihnen. Der Tanz der Artistin mit dreier solcher „Pezzibälle“ begeisterte mit einer Mischung aus Balance, Jonglage und Akrobatik.

Der „Fürst der Finsternis“ alias Martin Sierp entführte mit lispelnder Fistelstimme und mit Hilfe der Echoortung auf sympathische Art in das Reich der Vampire. Als „Opfer aus dem Publikum“ assistierte ihm die junge Studentin Linn bei Demonstrationen der Echoortung. Mit Hilfe von „Drahtzieher Bernd“ und „Periskopverkäufer Sven“ (Aufgepasst, wer bei ihm in der ersten Reihe sitzt) vollführte Martin Sierp einen, mit viel Klamauk gespickten, Entfesselungstrick.

Die britische Künstlerin „Terisa“ war eine Augenweide und überzeugte das Publikum mit viel Hüftschwung beim Hula-Hoop. Locker 20 Reifen gleichzeitig konnte die hübsche Artistin gleichzeitig wahlweise um Hüfte, Hals, Arme oder Beine kreisen lassen.

Slapstick und Akrobatik vereinte das „Duo Unwucht“ (Jasper Herrmann und Thorsten Bohle) in seiner Fassnummer. Die beiden brachten zwar nicht das Fass zum Überlaufen, aber ihre pantomimische Akrobatik den Saal zum Beben.

Kopfstand-Equilibrist Rodolfo Reyes balancierte mit Händen und Füßen alles, was ihm seine Assistentin reicht – und das eben im freien Kopfstand. Dabei gelang ihm Erstaunliches – was ein Normalsterblicher nicht mal in normaler Position vollführen könnte. Reyes riss das Publikum so mit, dass es begeistert eine Zugabe forderte.

Und dann kam der Schlussact: BMX-Artist Frank Wolf wirbelte mit seinem Rad über die Bühne und hielt dabei auf charmante Art den Kontakt zum Publikum. Seine spektakulären Sprünge kombiniert mit einer unglaublichen Körperbeherrschung schafften wahrhaft atemberaubende Momente.

Irgendwann geht jede Geburtstagsparty zu Ende. Nach über drei Stunden war es dann auch in der KuSch soweit. Und der Schlussapplaus zeigte: Eine solche Feier sucht ihresgleichen!

 

 

 
Autor
Ute Jung

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Ute Jung ist feste Freie Mitarbeiterin der heimischen Tagespresse. Sie berichtet vorwiegend über das Geschehen im Haigerer Raum.
 

 

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